Direktbelieferung von Filialen

Was ist Direct Store Delivery?

Direct Store Delivery (DSD) bedeutet, dass Produkte direkt vom Hersteller oder Distributor an ein Geschäft geliefert werden. Durch die Umgehung des Distributionszentrums des Einzelhändlers bleiben schnell drehende Produkte frisch und der Arbeitsaufwand des Einzelhändlers wird reduziert.

DSD umfasst häufig zusätzliche Leistungen über die Standardfracht hinaus, zum Beispiel:

  • Auffüllen der Regale

  • Bestandsrotation

  • Produktplatzierung und Merchandising

Vorteile von Direct Store Delivery

Produktqualität

DSD bringt Produkte deutlich schneller in die Regale als der Weg über den Retail. Dadurch können schnell drehende oder verderbliche Produkte rasch nachgeliefert werden, was eine gleichbleibende Produktqualität sicherstellt.


Merchandising-Kontrolle

Durch zusätzliche Leistungen wie das Auffüllen der Regale können Hersteller die Produktplatzierung und die Umsetzung von Verkaufsaktionen steuern. Dies sorgt für eine bessere Produktsichtbarkeit in wettbewerbsintensiven Umgebungen und stärkt die Verkaufsleistung.


Bestandstransparenz

Die direkte Lieferung an das Geschäft verschafft Herstellern einen besseren Einblick in die Bestandsbewegungen auf Filialebene. Diese detaillierte Nachverfolgung unterstützt eine präzise Rechnungsstellung und hilft, langsam verkaufende Standorte genauer zu identifizieren.

Wie DSD die Lieferung steuert

Direct Store Delivery umfasst die Nachverfolgung von Produkten auf Filialebene statt in den Distributionszentren. Bestandsmanagementsysteme überwachen die Verkaufsgeschwindigkeit und passen die Liefermengen an die Verbrauchsmuster an.

Eine DSD-Plattform verwaltet die LKW-Flotte in Echtzeit und verfolgt geladene, verkaufte und retournierte Waren entlang der Strecke. Während der Auslieferung halten mobile Rechnungsstellung, Zahlungsabwicklung und Retourenerfassung die Datensätze aktuell, während die im Enterprise Resource Planning (ERP) integrierte Tagesendabstimmung Verkaufs-, Bestands- und Zahlungsdaten mit den Kernsystemen synchronisiert.

Routing und Terminplanung werden in der Regel vorgelagert durch eine Lösung für Routenplanung und -optimierung gesteuert. Diese legt die Reihenfolge der Stopps so fest, dass Fahrer während einer Schicht Dutzende von Lieferungen durchführen können. Berücksichtigt werden dabei Faktoren wie:

  • Öffnungszeiten der Filialen

  • Lieferfenster

  • Entladebeschränkungen

  • Verkehrsmuster

  • Anforderungen an die Produktrotation

Neben Unterschriften und Scandaten kann der Liefernachweis auch Verbrauchsdaten aus früheren Lieferungen enthalten.

Wie Direct Store Delivery in die Supply-Chain-Execution passt

DSD umfasst mehre Übergaben, die im klassischen Einzelhandelsvertrieb getrennt ablaufen. Nachschub, Lieferung und Merchandising erfolgen alle beim selben Besuch. Das funktioniert nur, wenn die Routing-Entscheidung des TMS, die Bestandsdaten und der Zeitplan des Fahrers auf demselben Echtzeitbild basieren und nicht auf drei separaten Plänen, die sich nur überschneiden. Genau diese Koordination macht Supply-Chain-Execution in der Praxis aus.