Die Carrier-Performance

Was ist die Carrier-Performance?

Die Carrier-Performance ist ein Indikator dafür, wie effektiv Transportdienstleister ihre Servicezusagen und betrieblichen Anforderungen erfüllen. Die Leistung wird anhand von Kennzahlen wie pünktlicher Lieferung, Schadensquote, Rechnungsgenauigkeit und Reaktionsfähigkeit bewertet.

Daten zur Carrier-Performance können innerhalb eines Transport Management Systems (TMS) erfasst und analysiert werden. Dies bildet eine zentrale Plattform, auf der jede Sendung protokolliert wird, wodurch sich Daten leichter in Scorecards zusammenführen lassen. Diese erleichtern die Auswahl von Frachtführern und Vertragsverhandlungen und unterstützen Initiativen zur Leistungsverbesserung.

Bedeutung der Messung der Carrier-Performance

Die Messung der Frachtführerleistung ist besonders wichtig für Unternehmen, die Carrier auf Grundlage spezifischer Key Performance Indicators (KPIs) bewerten möchten, die über Preis oder Beziehungsqualität hinausgehen.

Sie ermöglicht es Unternehmen, zuverlässige Partner für termingerechte Lieferungen zu identifizieren und Leistungsschwächen frühzeitig zu erkennen, bevor sie sich auf die Kundenzufriedenheit auswirken.

Wichtige Kennzahlen zur Carrier-Performance

Pünktliche Lieferleistung

Erfasst den Prozentsatz der Sendungen, die innerhalb der angestrebten Lieferzeitfenster eintreffen, sowie die Zuverlässigkeit, mit der Carrier ihre Lieferzusagen einhalten. Dies hat direkten Einfluss auf die Kundenzufriedenheit und bestimmt, ob Service Level Agreements (SLAs) erfüllt werden.

Schadens- und Reklamationsquote

Misst die Häufigkeit von Transportschäden, Fehlmengen oder Verlusten, die eine Schadenbearbeitung erfordern. Reklamationen können als Prozentsatz aller Sendungen berechnet werden, um Frachtführer mit Problemen zu identifizieren, die durch Kundenbeschwerden oder Rücksendungen höhere Fulfillment-Kosten verursachen.

Konstanz der Transitzeiten

Bewertet, ob Carrier Sendungen innerhalb vorhersehbarer Zeiträume zustellen. Eine hohe Schwankung der Lieferzeiten kann Herausforderungen bei der Bestandsplanung verursachen, während konsistente Transitzeiten eine präzise Bestandssteuerung und geringere Sicherheitsbestände ermöglichen.

Wie TMS das Management der Carrier-Performance unterstützt

  • Das TMS erfasst automatisch Lieferbestätigungen mit Zeitstempeln, Schadensmeldungen und Rechnungsdaten.

  • Das System vergleicht tatsächliche Ergebnisse mit den Zusagen der Carrier und historischen Referenzwerten und löst bei Abweichungen automatische Leistungswarnungen aus.

  • Carrier-Scorecards bewerten Service-, Kosten-, Qualitäts- und Kommunikationsdaten anhand geschäftlicher Prioritäten und erstellen Rankings für datenbasierte Entscheidungen.

  • Initiativen zur Leistungsverbesserung basieren auf Scorecards und werden in vierteljährlichen Carrier-Bewertungen genutzt, um strukturierte Verbesserungsrahmen zu schaffen.

Wie die Leistung von Frachtführern in die Supply-Chain-Execution passt

Eine Carrier-Scorecard, die nur vierteljährlich überprüft wird, ist lediglich ein historischer Bericht. Eine Scorecard, die in Echtzeit Routing- und Carrier-Entscheidungen unterstützt und eine leistungsschwache Transportstrecke schon vor der nächsten Ausschreibung erkennt, verwandelt Leistungsdaten in einen operativen Vorteil. Diese Echtzeit-Rückkopplung zwischen Transportergebnissen und Transportentscheidungen ist das, was Supply Chain Execution in der Praxis bedeutet.